Tja da ich durch eine Erkrankung etwas Zeit habe schreibe ich mal wieder ein wenig was auf meinen Blog.
Das Thema für diesen Eintrag "Herr Guttenberg" ist mit Absicht gewählt. Erstens halte ich von Adelstitel überhaupt nichts und zweitens bin ich der Meinung das der Akademische Grad Dr. ein Zeichen von Respekt ist. Diesen verwende ich wenn ich Respekt vor der Person und der wissenschaftlichen Arbeit des Trägers habe. Dies ist beim Herrn Guttenberg nicht der Fall.
Die Guttenbergs stammen aus einer Linie von Raubrittern und Kriegstreibern (siehe Wikipedia) und leider habe ich die Quelle nicht mehr wo beschrieben wurde das sie für das abschlachten von Bauern im 30 jährigen Krieg ein Schloss bekamen. Aber seinen wir nicht unfair das ist die Geschichte der meisten Adligen.
Kommen wir zu den Plagiatsvorwürfen seiner Doktorarbeit. Natürlich bauscht die Opposition das Thema weit auf, redet von Rücktritten usw. aber leider geht in der ganzen Debatte das Grundthema verloren. Dieser Mann hat betrogen. Schlicht und einfach. Ich wusste vorher gar nicht das er einen Akademischen Grad hat, ich fand seine Arbeit trotzdem miserabel. Aber irgendwie wird das von allen ja anderes gesehen. Weil er doch so einen tollen Job macht wäre das doch nicht so schlimm. Es betrügen doch alle in ihren wissenschaftlichen Arbeiten. Hetzkampange, Rufmord, Übertreibung ...
Mir drängt sich folgendes auf. Die Opposition nutzt diesen Betrug von Guttenberg um ihn möglichst stark zu beschädigen. Die Regierung versucht es möglichst runterzuspielen. Auf der Stecke bleibt wie immer die Wahrheit und in diesen Fall auch die unzähligen wissenschaftlichen Arbeiten echter Studierender. Von hohen Positionen wird davon gesprochen das so ein wenig kopieren ja nicht weiter schlimm sei. Das kann man ja mal machen und wäre auch kein Fehler. Pseudozeitungen schlagen in die selbe Bresche und stellen sich schützend vor einen Betrüger und in Foren sowie auf der Straße hört man Meinungen wie das die ganzen Dr. Titel ja eh nur für Egos sind, nichts wert seien, jeder kaufen könnte usw.
Barvo Herr Guttenberg, sie haben es nicht nur geschafft sich als Betrüger zu entlarven (was irgendwie niemand wirklich interessiert), nein sie haben auch noch alle wissenschaftlichen Arbeiten extrem herabgewertet weil sie sich mit ihrer Copy und Paste Schlamperei vergleichen müssen. Vielen Dank.
Jogurtbecher - 21. Feb, 10:32
Feburar
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Spät 5 = 12:30 bis 21:00 Uhr
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Jogurtbecher - 30. Jan, 12:08
Ich werde ab jetzt meinen Dienstplan auf meinen Blog setzen. So kann jeder online nachschauen wie ich aktuell und die nächste Zeit Dienst habe.
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Jogurtbecher - 29. Dez, 10:22
Hab meine knapp bemessene Freizeit dazu genutzt ein paar Filme zu schauen. Dazu ein paar kleine kurze Kritiken dazu von mir.
"Book of Eli"
Fängt sehr nett an und bietet schöne Bilder einer postnuklearen Welt. Leider wird das Szenario genutzt um eine ziemlich dämliche Story um das mächtigste Buch der Welt, die Bibel wie sehr früh klar wird, zu spinnen. Im nachhinein sehr kurzweilig und wenige Szenen an denen man sich wirklich erinnert.
"Der Unglaubliche Hulk"
Zweiter Teil der Hulk-Real-Verfilmung. Bruce Banner kehrt zurück und kämpft sich durch Soldaten und einen zweiten Übersoldaten. Kurzweilige Action die nett anzusehen ist. Zudem am Ende eine Anspielung darauf das über kurz oder lang alle Comichelden aus den Verfilmungen mal zusammen auftreten werden.
"Watchman"
Noch eine Comicverfilmung. Sehr düster und mit vielen Bildern die eher für erwachsene Zuschauer gedacht sind. Die Story ist komplex und hat eine gewisse Epic. Watchman sind normale(?) Menschen die ihre Geheimidentität nutzen um außerhalb der Polizeilichen Instanzen agieren zu können. Der Staat verbot aber nach einiger Zeit alle Watchman und so zerstreute sich die Gemeinschaft. Nun geht ein Mörder um der die ehemaligen Helden bedroht. Aber es steckt auch noch mehr dahinter. Hat mir sehr gut gefallen.
"Aang"
*Würg* *Kotz* Ich habe gerade erstmal 30min von den Film gesehen und muss schon brechen. Wer hat bitte die Dialoge geschrieben? Ein 8 jähriger? Überhaupt Schnitte, Action usw. Bis jetzt stimmt überhaupt nichts.
Und es wird auch nicht besser. Die Kämpfe sind lahm, die Story wird nicht erklärt und mit eingespielten Offstimmen vorangetrieben. Ach es stimmt eigentlich gar nichts. Das traurige dabei ist das die Serie unglaublich gut ist und in jeder beziehung alles Besser macht als der Film.
"Sherlock Holmes"
Wenn man damit Leben kann das Holmes und Watson sehr stark auf Actionhelden getrimmt sind ein netter unterhaltsamer Film. Aber irgendwie keine wirklicher Holmes.
"Iron Man"
Oh, noch eine Comicverfilmung. Ein genialer Waffenproduzent wird von Terroristen gefangen genommen und erkennt dabei die grausamkeit seiner Geschäfte. Nebenbei entwickelt er auch noch seinen Superkampfanzug den er nutzt um die Menschen zu beschützen. Sehr actionreich und flüssig. Der entgültige Bösewicht dann doch etwas zu erwartet und klischeehaft aber ok. Eine gelungene Comicverfilmung die Lust macht auf mehr.
Jogurtbecher - 30. Nov, 23:27
Ich hab mir mal die Mühe gemacht und einige Reden zum Thema Eichplatz von Stadträten in Jena abgetippt. Darunter finde ich die vom Staatssekretär Dr. Deufel sehr interessant.
„Es sollte heute um die Sache gehen es sollte ja darum gehen das wir den Planungsprozess für den Eichplatz einen entscheidenden Schritt weiterbringen nämlich in die Bürgerbeteiligung zum jetzt revidierenden Bebauungsplan eröffnet."
Bürgerbeteiligung zum B-Plan. Eine wirkliche Diskussion was mit dem Platz passiert ist mit Absicht nicht mehr möglich. Der B-Plan wurde entwickelt, abgesegnet und jetzt dürfen die Bürger nochmal 8 Wochen darüberschauen und Kleinigkeiten verbessern bzw. ändern. Grundlegend andere Vorstellungen zum Platz. Können sie auch zu Hause bleiben, die sind nicht erwünscht.
"Um diese Sache sollte es gehen darüber kann man sich streiten und das will ich deswegen nicht nochmal wiederholen es sind sehr bedenkenswerte Dinge dazu gesagt wurden. Ich denke es ist wichtig das wir in dieses aus guten Gründen und mit guter Tradition formalisierte Verfahren wie man in einer Stadt unter der Abwägung Interesse aller, also nicht selbst erklärter Mehrheiten sondern echter Mehrheiten also nicht durchsetzungstark und lauter Interessen sondern vieler Interessen die dieser Stadtrat gegeneinander abzuwägen hat auf dem Weg bringt."
Tratitionelle Formen der Mehrheitsfindung. Anderes gesagt, ich wurde gewählt, damit habe ich automatisch Recht. Andere können noch soviele Menschen hinter sich haben, solange sie keine gewählten Politiker sind, sind sie eben nur eine lautstarke Minderheit.
"Nach der Auslegung im Gefolge der Bürgerbeteiligung hat dieser Stadtrat, der Wohlgemerkt Herr Rose, kein Hinterzimmer ist das war eine der unerträglichsten Feststellungen die ich heute hören musste, sonder es ist der Stadtrat dem 100.000 Bürger dieser Stadt gewählt haben. Er wird dann eine Abwägung vorzunehmen haben so heißt das nämlich wenn man diese verschiedenen Interessen all der Bürger die ein Recht darauf haben das ihre Interessen hier stattfinden, abwägt und so gemeinsamen in der Regel mehrheitlichen nicht einstimmigen, die Zeit ist vorbei, Beschlüssen kommt."
Sehr schön. Noch ein Seitenhieb auf die DDR und dann kann man auf Argumente verzichten. Wie erfolgte denn die bisherige Planung des Eichplatzes? Wer sind den Investoren? Wo sind die wirtschaftlichen Gutachten die angeblich existieren und die Grundprüfungen. Fehlanzeige. Für mich sieht das schon alles nach Hinterzimmerpolitik aus. Eine Abwägung im Interesse aller Bürger? Dann müsste man erstmal wissen was die Bürger mit den Platz wollen. Aber darum gehts ja eigentlich gar nicht.
"Warum sage ich das, weil ich jetzt nicht meine 3 min dafür verwende das viele zu sagen was mir als jemand der in der Innenstadt seit 15 Jahren gerne und engagiert wohnt was mir dazu einfallen würde zur Sache. Nur Klammer auf ich finde das mit dem Wohnen ganz wahnsinnig spannend, wenn sie von Vertretern der gleichen kommt die sie Innenstadt zu einer öffentlichen Partyzone machen. Das wird ganz toll sein mit der Wohnbebauung aber vielleicht ändert sich dann vielleicht was."
Wohnraum auf 3% festlegen und dann auf Gutmüdigkeit der Investoren hoffen? Bei dem Wohnraumproblem in Jena? Was wird da spannend? Welche Intentionen verfolgen sie eigentlich Herr Deufel? Und was faseln sie von einer Innerstädtischen Partyzone? Soll das eine Anspielung darauf sein das viele Gegner des Projektes sich einen Platz wünschen der allen Bürger was bringt?
"Ich wollt ganz kurz dazu reden was ich hier vorher für Erfahrungen gemacht habe, weil ich als Menschen??? ermittel wirklich ernst nehme und mit benehme zur jeden zeit in der ich gebs zu eigene Streitlust gerne auseinander setzen würde. Ich finde es aber trotzdem sehr schwierig in diesen Stadtrat der hier eine Funktion hat durch dem wir alle mit Wahl legitimiert sind das Verfahren neuer Arten der Mehrheitsfindung, ich glaube so haben sie sich ausgedrückt, zu propagieren und gleichzeitig in ganz vielen Detailäußerungen wie das Verfahren aussieht für ein durchaus bedrohliches Szenario aufzumachen, weil ich es schwierig finde hier tatsächlich ganz grundsätzlich und ohne weitere Begründung nur ich sags jetzt mal wertend und denunziatorisch die Abläufe und die Regeln nachdem wir hier politisch arbeiten einfach aus der Kraft gesetzt zu sehen mit der bloßen Begründung ein bestimmtes Interesse eine bestimmte Gruppe sei dort nicht angemessen zu Wort gekommen."
Abgesehen wieder von der wirren Wortwahl und Zusammensetzung zeigt sich wieder das Herr Deufel sich komplett auf seinen gewählten Posten verlässt. Was seit 70 Jahren mehr schlecht als recht funktioniert muss doch nicht verbessert werden. Am Ende müsste man noch zugeben das man nur durch eine Wahl nicht automatisch die Meinungen der Bürger bestimmen darf. Außerdem was heißt ohne Begründung und bestimmte Gruppe. Es wurde niemand dazu gefragt und das alleine ist schon eine Begründung für eine Beteiligung der Bürger.
"Das finde ich sehr schwierig weil ich denke das der Kampf um die Art von der Struktur in der wir Politik machen ein langer, ein Jahrhunderte langer war, ein erfolgreicher war und das die Art und Weise auf die wir uns immer wieder zu Transparenz zwingen lassen etwas ist was ich zu mindestens nicht aufgeben möchte zugunsten von 500 Stimmen die wir hier in einer 100.000 Einwohner Stadt als Mehrheit verkauft werden."
Genau, Demokratie musste man sich erkämpfen. Und das bedeutete auch immer alt eingesessene Tratitionen aufzubrechen und sich auch mal zu verändern. Sowas fällt ihnen schwer Herr Deufel, oder? Abgesehen davon waren das 500 Stimmen die in weniger als 4 Tagen gesammelt wurden. Wieviel Stimmen haben sie gehört und gesammelt die ihre Position unterstützen? Ach, sie wurden ja gewählt was ihnen die Meinungen der Bürger aus den Köpfen herauszulesen. *rollseyes"
"Es sind über Daumen gepeilt ein paar 100 Stimmen mehr als die im Ortsteilbürgermeister von Mitte gewählt worden aber es ist immer noch nicht die Mehrheit von der ich hier sprechen möchte."
Tja, warum sind wohl so wenige zu Wahl gegangen? Weil die Bürger Politiker wie sie satt haben. Die einfach über ihre Köpfe hinweg entscheiden und auch noch dummdreist behaupten deren Meinungen zu vertreten ohne sie je gefragt zu haben.
"Und ich hör jetzt sofort auf. Und ich würde mir hier wünschen das wir hier nicht nur hier in diesen Stadtrat sondern auch über den Stadtrat hinaus auch diese Debatte darüber wie wir künftig miteinander Mehrheiten finden, miteinander diskutieren und wirklich dazu kommen das alle Interessen derjenigen die ein Recht darauf haben das ihre Interessen hier vorkommen berücksichtigt werden. Das sind nicht immer die lauten, nicht immer die bereden nicht die über die Internet vernetzen sondern das sind ganz viele. Und das wird richtig mühsam und Demokratie Herr König ist mühsam.“
Genau, Demokratie ist mühsam. Das bedeutet nämlich das man Menschen anhören muss. Das man mit ihnen arbeitet und nicht deren Meinungen ignoriert. Und sie einfach als lautstarke Minderheit abzustrafen lässt tief in ihr Demokratieverständnis blicken (sofern sie eins haben).
Quelle: www.mein-eichplatz.de, Stadtratssitzung vom 27.10.2010
Jogurtbecher - 13. Nov, 19:41
Die ganze Nacht hab ich nur an sie gedacht und ununterbrochen schweifen meine Gedanken wieder zu ihr. Unerreichbar und doch so begehrenswert.
Wieso kann ich nicht einfach mal so glücklich sein?
Jogurtbecher - 3. Okt, 10:00
Es kommt immer wieder zu Diskussionen und Rechtfertigungen durch Verantwortliche das die Polizei ja nur auf die Demonstranten reagiere. Das man sich eben mit "aller notwendigen" Gewalt schützen müsse usw.
Anzumerken ist hier das es schon als Gewalt gegen Polizisten zählt wenn man ihrer Aufforderung der Räummung nicht nachkommt.
Auch wird ein kräftiges Zulangen oder auch eingestandenes unangemessenes Verhalten damit begründet das in dieser stressigen und angespannten Situation die Polizisten sich nicht anderes zu helfen wissen.
Hier muss ich einfach mal einhaken. Ich bin Gesundheits und Krankenpfleger und habe mehr als 4 Jahre in Kliniken gearbeitet. Ich habe dort meistens unter extremen Druck und Stress gearbeitet. Viele Patienten, vorallen demente, sind sehr aggressiv und greifen einen auch Körperlich oder verbal an. Das ist keine Einfach Situation. Aber wenn ich nur einmal handgreiflich werden würde, wäre ich sofort meinen Job los und dürfte nie wieder darin arbeiten. Und zwar völlig zurecht.
Auch ein Polizist führt primär eine soziale Aufgabe aus. Wenn er dieser nicht gewachsen ist muss er sich versetzen lassen oder einen neuen Job suchen. Wer aber wirklich Handgreiflich wird hat mit den rechtlichen Konsequenzen zu rechnen.
Jogurtbecher - 1. Okt, 18:18
Heute 20 Uhr findet eine Mahnwache vor der Stadtkirche in Jena statt anlässlich der Polizeigewalt in Stuttgart.
Demokratie erlaubt keine gewaltsamen Auflösungen von friedlichen Demonstrationen. Kommt zahlreich.
Jogurtbecher - 1. Okt, 18:02
In Stuttgart kam es heute zu einer Eskalation zwischen Demonstranten und der Polizei. Nach Augenzeugenberichten haben Hundertschaften von Polizisten den protestierenden Bürger mit Wasserwerfern, Pfefferspray und körperlicher Gewalt bekämpft.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,720516,00.html
"Der Sprecher verteidigte das Vorgehen der Polizei. Wenn die Demonstranten sich nicht rechtlich einwandfrei verhielten, "dann kann die Polizei auch mal hinlangen", betonte er."
Aha, rechtlich nicht einwandfrei verhalten. In welchen Zusammenhang? Was haben die Demonstranten getan das ein so massiver Gewaltansatz nötig ist. Und noch wichtiger, der Satz liest sich für mich als ob es dann kein Problem wäre das in einen solchen Fall die Polizei sich auch am Rand der Legalität bewegen dürfe.
Leute wacht mal auf. Wegen so etwas muss ein Protestschrei durch das Land gehen, wenn es schon soweit ist das die Polizei im Auftrag eines privaten Unternehmens Bürger zusammenschlagen darf. Weswegen kritisieren wir China gleich nochmal?
Werde mich auch gleich nochmal losmachen zu eine Mahnmache in Jena.
Tut was.
Jogurtbecher - 30. Sep, 18:49