Überschrift im neuen Spiegel "Kinder der Angst". Darin wird sich beklagt das Kinder in der heutigen Zeit nicht mehr normal aufwachsen, genauer gesagt nicht Möglichkeit bekommen sich normal zu entwickeln.
Junge Eltern suchen massiv Hilfe in Ratgebern, sind wegen jeder Kleinigkeit überfordert und bevölkern meist wegen Nichtigkeiten die Praxen von Kinderärzten. Psychologen beschweren sich das die Eltern nicht mehr auf das natürliche Bauchgefühl vertrauen, was jeder eigentlich haben sollte.
Mit meinen Eltern hatte ich gestern auch ein Gespräch, in dem deutlich wurde das sie das nicht verstehen können. Ihre Generation hatte nach eigenen Angaben keine Probleme und keinen riesen Aufstand wegen einen Babdy gemacht. Sie können sich nicht erklären warum heutige Generationen soviele Probleme haben Kinder aufzuziehen.
Woran könnte das liegen? Was ist an unseren Generationen anders? Wo kommt diese Unsicherheit her?
Meiner Meinung nach ist die Elterngeneration selbst mit dafür verantwortlich. Wenn meine Kinder nicht in der Lage sind ihre Kinder zu erziehen, ist auch etwas in der Erziehung falsch gelaufen.
Liegt es vielleicht auch daran die Generation selbst wenig mit Kindern zu tun hatte. Viele sind Einzelkinder oder haben nur wenige Geschwister. Dazu kommt das auch in der Verwandschaft nur wenige Kinder vorkommen. Kann es das sein? Man hatte einfach keine Erfahrung in der Kindheit mit kleinen Kindern gesammelt so das man zuerst als frisch gebackene/r Vater/Mutter mit den "Problem" konfrontiert wird.
Oder sind es die Anforderungen das immer alles perfekt sein muss, alles und jeder ununterbrochen im Wettbewerb steht. Wenn mein Kind nicht dann und dann laufen kann ist es schlechter, als andere. Mein Kind lernt noch nicht chinesisch wie die anderen, wird es später auf dem Arbeitsmarkt überhaupt eine Chance haben? War es vielleicht doch ein Fehler überhaupt ein Kind in diese Welt zu setzen?
Solche Gedanken führen doch auch nur wieder dazu im Umgang mit den Kindern unsicher zu agieren. Wie soll sich ein Kind fühlen das vermittelt bekommt, eigentlich nicht wirklich gewollt zu sein, oder ununterbrochen unter den Druck zu stehen den Leistungsanforderungen der Eltern zu genügen.
Und jeder der sich ein wenig mit Kindern auskennt weiß wie sie auf ungerechtfertigten Druck reagieren können.
Jogurtbecher - 6. Aug, 17:16
Zu Abwechlung mal nichts persönliches von mir. Inzwischen bin ich ja der Piratenpartei beigetreten und dort auch politisch aktiv.
Landesverband wurde gegründet und innerhalb von 3 Wochen haben wir alleine in Thüringen über 2600 Stimmen gesammelt so das die PP zur Bundestagswahl zu gelassen ist. Ebenso wie in allen anderen Bundesländer, außer Sachsen.
Unsere Partei ist noch sehr jung und in vielen Gesprächen war ein häufiger Kritikpunkt unser relativ maues Programm.
Diese Kritik ist nicht einmal ungerechtfertigt. Wir haben keine offizellen Angaben zur Wirtschaftspolitik oder dem Afghanistan Einsatz. Klar haben wir dazu Meinungen die aber erst noch intern ausdiskutiert werden müssen. Zudem ist einer unsere Grundsätze lieber kein offizielles Statement zu einen Thema abzugeben in dem es keine einfachen Lösungen gibt bzw. wir als Partei einfach noch nicht genug Wissen gesammelt haben um eine Meinung abzugeben.
Es würde uns nicht schwerfallen, ähnlich wie andere Parteien, zu jeden Punkt mehr oder wenig sinnvolle Sätze zu schreiben.
"Innovative Wirtschaftszweige fördern" "Mittelstand stärken" usw.
Im Prinzip kann man alles Wahlprogramme zusammen fassen mit "weniger Schlechtes, mehr Gutes". Wirkliche Informationen muss man in den Wahlprogrammen suchen. Und selbst wenn konkrete Versprechen gegeben werden. Mehrwertsteuer senken oder 4 Millionen Arbeitsplätze schaffen ist die Frage wie real diese Versprechen eigentlich sind. Wer garantiert das die Steuern wirklich gesenkt werden? Wo sollen denn die Arbeitsplätze herkommen?
Die Piratenpartei hat zwar kein vollständiges Programm aber wir können noch daran arbeiten und wir hatten noch keine Gelegenheit Wahlkampfziele zu brechen. Nicht das wir so etwas vorhaben.
Darum wählt die Piratenpartei, sei es alleine deswegen damit sich die etablierten Parteien vielleicht mal bewegen. :-D
Jogurtbecher - 3. Aug, 15:55
Das bin ich. Nett und Freundlich. So wurde ich in zwei Worten beschrieben. Im Prinzip eigentlich was positives aber wie sagt man so schön, nett ist der kleine Bruder von langweilig.
Ich bin nun mal ein sehr netter freundlicher Typ. Trotz mehrfacher Vorschläge ich soll mehr ein Arschloch werden, werde ich diese nicht tun. Ich mag mich als freundlicher und netter Typ auch wenn es mir bis jetzt keine Vorteile gebracht hat. Tja so ist das Leben.
Ich bin bloß der Meinung das ich gar nicht so langweilig bin. Es stimmt das ich etwas zurückhaltender bin und eher ein ruhiger Typ.
Wie kann ich beweißen das ich ein interessanter Typ bin. Wann ist jemand überhaupt interessant?
Es ist ja nicht so das ich noch nichts erlebt habe. Ich kann vielleicht nicht besonders viele Frauengeschichten oder Saufstorys vorweisen. Ich bin auch nicht Mitgleid einer Band oder hab zu jeder Zeit ne große Fresse, aber auch meine Leben ist nicht uninteressant (Wiederbelebungen, Großstadtleben, Umgang mit diverseren Psychos usw., wer mehr wissen will einfach fragen).
Also nochmal die Fragen, wie kommt das jemand interessant wirkt und jemand anders wiederum nicht? Woran wird das festgelegt, meist kennt man die Leute ja nichtmal.
Ach ich bin mal wieder einfach nur frustriert.
Jogurtbecher - 31. Jul, 20:30
Bla Bla Bla... irgendjemand hat mal wieder ne Fass aufgemacht und es geht um die Diskussion ob gleichgeschlechtliche Paare Kinder adpotieren dürfen. Interessant was für ein Hass in diversen Foren sichtbar wird.
Von Minderheiten die nie genug Rechte bekommen können, ist dort die Rede. Eine Zukunft wird heraufbeschworen in der jeder gezwungen ist schwul zu sein und das so etwas sowieso unnatürlich ist.
Wie kommen die Leute eigentlich auf solche Gedanken? Sollte es nicht selbstverständlich sein das Menschen die selbe Rechte erhalten wie alle Menschen? Wo kommt dieser versteckter Hass her?
Ein Argument fand ich besonders lustig. Kinder die von gleichgeschlechtlichen Paaren müssten später in der Schule mit zuviel Intoleranz rechnen. Aha, weil es, wie oben schon gesehen, es zuviele Menschen mit Hass und Intoleranz gibt, müssen diese Menschen also auf diese Rechte verzichten? Wäre es nicht logischer eine Gesellschaft zu schaffen (ja ich weiß so etwas geht nicht so leicht) in der keiner ein Problem damit hat, als es einfach zu verbieten?
Naja, es zeigt nur mal wieder wie kleinkariert und rückständig unsere große tolle Demokratie ist.
Jogurtbecher - 25. Jul, 22:22
Theater gestern ausgefallen. Beschissene Klausur heute, und die Woche wird nicht besser.
Richtig schlechte Laune zur Zeit. :-(
Jogurtbecher - 13. Jul, 14:11
Es fällt mir immer wieder auf. Als Lehramtsstudent lerne ich in der Universität wie man Jugendliche und Kinder pädagogisch richtig unterrichtet. Lassen wir mal das übliche Gedöns weg, welches Reihenweise von Büchern füllt sondern beschränken uns auf die Kernkompetenzen.
Die wären im Allgemeinen:
1. Man muss den Lernenden Wertschätzen
Das heißt ich beleidige ihn nicht, ich greife ihn nicht in seiner Würde an und achte ihn als Menschen. Sollte ja eine Selbstverständlichkeit sein.
2. Lernen brauch Zeit und Wiederholungen
Die Konzentration auf ein neues Stoffgebiet ist nach spätestens 45min erschöpft. Ab der Zeit bricht die Aufmerksamkeit massiv ein. Wenn man etwas wirklich lernen will, muss das Thema vielfach wiederholt werden.
Wo ist nun eigentlich mein Problem. Folgendes, an einer Schule sollen diese Konzepte durchgeführt werden. Ebenso sind das Grundsätze die auch in der Erwachsenenbildung angewandt werden müssen. Nur die Universität scheint alles anders zu sein. Eben saß ich in einen Seminar, in dem der Dozent, mal so schnell alle Studenten die die Prüfung nicht geschafft haben als dumm und nicht Hochschul-fähig dargestellt hat. Ich möchte jetzt nicht darüber diskutieren ob die Universität nicht ziemlich viele Leute beherbergt die eigentlich nichts dort zu suchen haben (einschließlich nicht weniger Doktoren und Professoren).
Es geht mir darum das die Studenten beleidigt werden, das eine Schikane stattfindet. Ich kann doch nicht als Dozent der die Aufgabe hat junge Menschen zu unterrichten, diese massiv beleidigen wenn sie die Prüfung nicht schaffen. Was für ein Menschenbild haben solchen Menschen.
Zweite Sache, lernen geht nur durch Wiederholungen. Wie bitte kann es sein, das man jede Woche massiv Stoff durch peitscht in Zeiträumen in den physiologisch einfach keine Aufmerksamkeit mehr möglich ist. Klar kann man zu Hause wiederholen, was ja auch die Pflicht eines Studenten ist aber oft hat man in eine Woche alleine 30h Vorlesung. Diese wirklich so zu wiederholen das man sinnvoll und nachhaltig! lernt würde mehr Stunden die Woche erfordern als sie besitzt.
Dazu kommt eine Einstellung von Dozenten die der Meinung sind das es reicht, einmal! ihre Vorlesung zu sehen und damit das Thema gelernt zu haben. In der Prüfung wir dann natürlich Detailwissen abgefragt was irgendwann mal in einen Nebensatz kurz erwähnt wurde.
Schnelles Lernen vor der Prüfung und danach vergessen. Weil es auch so schön ist, natürlich noch möglichst die Hälfte der Leute raus schmeißen.
Versteht mich nicht falsch, ich möchte nicht das der Anspruch der Universität massiv gesenkt wird, nein, ich möchte nur das die pädagogischen Grundlagen angewendet werden und ein Konzept das wirklich nachhaltiges Lernen ermöglicht. Aber das System in Deutschland wünscht sich scheinbar, das die Menschen, die am besten und schnellsten ein Telefonbuch auswendig lernen können auch ihren Universitären Abschluss erhalten. Bloß nicht fragen warum ich das lernen soll. Denken unerwünscht.
Wundert es dann jemanden das viele Lehrer Pfeifen sind und das es viele Ärzte gibt die nicht vernünftig mit Menschen reden können? Mich nicht.
Einen schönen Tag noch, und wie immer dürfen Rechtschreibfehler behalten werden.
Jogurtbecher - 7. Jul, 08:44
Philosophie ist schon ein sehr interessantes Fach. Man lernt zum Beispiel das nach unseren modernen Weltbild alle Menschen gleich undfrei sind. Das Menschen Lebenwesen mit Würde sind, die man nicht verletzen darf. Auch erst gestern im Seminar gehört, das wir ja in einer liberalen Demokratie leben wo Freiheit und Gleichheit des Menschen eine primäre Prämisse ist.
Warum schreib ich das überhaupt. Anlass ist mal wieder ein Artikel im Spiegel wo über ein Luxushotel berichtet wird, welches sich Reinigungskräfte bzw. Zimmermädchen für 3,56 die Stunde leistet. Bei mind. 3 Stelligen Zimmerpreisen wohlgemerkt.
Aber der Geschäftsführer kann ja nichts dafür sind ja nur externe Mitarbeiter (B+K Dienstleistung) und diese Firma wird schließlich "gut" bezahlt für ihre Leistungen. Was sie dann mit den Mitarbeiter machen muss einen ja nicht mehr interessieren.
Sowas kommt mir sehr bekannt vor. Auch in der Pflege, aus der ich ja ursprünglich komme, nehmen diese Dienstleister überhand. Es ist echt eine tolle Sache für Unternehmen. Große Firmen sammeln sämtliche Arbeitskräfte in einen großen Topf und vergeben diese je nach Bedarf an die Firmen.
Wie Ware werden Menschen, oft mit qualifizierten Abschlüssen, hin und her geschoben und gleichzeitig noch mit Niedriglöhnen abgespeißt. Wenn die Löhne wie bei den oben genannten Putzfrauen sogar so extrem niedrig sind, müssen diese noch Zuschüsse von Staat beantragen (trotz 40h Woche). Super Sache, Billig Mitarbeiter die zum Teil noch vom Staat bezahlt werden.
Dabei ist ja nicht nur der niedrige Lohn eine Schweinerei, sondern das es überhaupt keine Mitarbeiterbindung und Sicherheit mehr gibt. Man hat keine festen Kollegen, keine Stimme im Betriebsrat, man weiß nie mit wem man wo am nächsten Tag arbeitet. Man lebt in einer ständigen Unsicherheit was enormen Stress für den Körper bedeutet.
Da wundert sich unsere Familienministerin das keine Kinder mehr geboren werden.
Wie soll man überhaupt mit so einer Unsicherheit, Zeit und Kraft für einen Partner finden, geschweige denn für eine Familie.
Wenn man dann noch Sprüche hört wie "Tja, man muss flexibel sein" "Die Putzfrauen dürfen doch die leeren Flaschen behalten, die sie finden und so ihr Gehalt aufbessern." ist es nicht weit mit der Würde des Menschen.
Noch eine kleine Story, die ich selbst erlebt habe. Ich hatte Nachtdienst mit einer Kollegin und es erschien noch eine Aushilfe mit deutlichen Babybauch. Sie hat sich in der Station geirrt aber bei der Gelegenheit fragte ich sie gleich, warum sie denn überhaupt schwanger zum Nachtdienst erscheint. Wohlgemerkt, es ist illegal Schwangere im Nachdienst zu beschäftigen.
Ihr Antwort war, das sie von einen Personaldienstleister geschickt wurde. Denen ist so etwas vollkommen egal und offizell weiß unsere Klinikleitung davon nichts, ist ja auch nicht unsere Angestellte.
So kann sich jeder seine eigene Meinung dazu bilden.
Jogurtbecher - 24. Jun, 08:12
Streik! Streik! Streik!
So sah es diese Woche in meinen E-Mail-Postfach aus.
„Kommt mit zum Streik 17.6.2009“ schrieb die Fachschaft für Biologie
„Streikt! Lasst uns nicht alleine.“ mailte mir die Fachschaft für Philosophie gleich zweimal.
In anderen Fächer kamen die Veranstalter in die Seminar und Vorlesungen und riefen zum Streik auf und missbilligten die Anwesenheit bei diesen.
Am Tag vor der Großen Demo gab es schon vereinzelte Veranstaltungen. Es wurde ein Hörsaal besetzt und diverse Eingänge zu Hörsälen zu getapt. Viel spielte sich leider sonst nicht ab. Es wurde geraucht (eigentlich im Gebäude verboten), getrunken viel Diskutiert wie man alles besser machen könnte. Solange man sich nicht am Campus aufgehalten hat bekam man eigentlich von der gesamten Aktion nichts mit. Sämtliche anderen Veranstaltungen die überall in Jena verstreut stattfanden waren völlig unbeeinflusst.
Dann kam der große Demotag. Um 10 Uhr auf den Abbe-Platz hieß es Abmarsch. Es folgte ein Marsch durch die Stadt mit verschiedenen Stopps und kurzen Reden. Der Inhalt war nicht wirklich neu. „Mehr Geld für die Bildung“ „Besser ausgebildete Lehrer“ „Mehr Dozenten“
„Freie Studienwahl für alle“ „Abschaffung sämtlicher Gebühren“.
Unterwegs sonderte ich mich manchmal etwas von der Demonstration ab und befragte, meist ältere, Zuschauer die am Rand standen. Die Reaktionen waren meist eher positiv. Auffällig war aber das viele überhaupt nichts von einen Bildungsstreik wussten. So ist es auch nicht verwunderlich dass ihnen die Ziele des Streikes nicht klar waren.
Andere Meinungen waren, das der Demonstrationszug viel zu klein sei, und es mehr politische Rückmeldungen hätte geben sollen. Wo war der Stadtrat, die Bürgermeister, die Professoren und die restliche Studienleitung?
Kommen wir nun zu meinen Höhepunkt der Demonstration. Vor dem Schulamt vor Jena kam es wieder zu eine Stopp. Es waren mehre Redner zu hören sein und auch ein Vertreter des Schulamtes kam zu Wort. Währenddessen gingen Polizisten durch die Reihe der Demonstranten und filmten. Ob sie wirklich die Demonstranten filmten oder das besetzte Hause (dazu gleich mehr) ist mir nicht ganz klar geworden. Dies wurde gleich zum Anlass genommen von einer ungeheuerlichen Provokation durch die Polizei zu sprechen.
Hallo, Leute, was soll das denn bitte? Muss man gleich wieder dieses linke Gesabbel anfangen. Überhaupt wurde meiner Meinung nach zu viel Wert auf linke Rhetorik gelegt, dabei finde ich das man die Politik da raus lassen sollte. Schließlich soll Bildung doch für alle sein.
Kommen wir nun zu der zweiten Sache die meinen Freunden und mir wirklich schlecht aufgefallen ist. Während der Demonstrationszug sich vor dem Schulamt formierte, haben scheinbar ein paar Schüler, die ziemlich eindeutig der linken Szene angehörten das Schulamt besetzt. Aus den oberen Fenstern regnete es nun fleißig Papierschnipsel. Wie sich später herausstellte waren dies, Gott sei dank völlig unwichtige, Dokumente. Auch Klopapierrollen wurden fleißig hinausgeworfen und auch eine Handtuchrolle fand ihren Weg aus dem Fenster zum Boden. Eventuell wurde auch nur das Haus mit den Anwesenden von der Polizei gefilmt, da diese nicht legal gehandelt haben.
Als der Demozug sich weiter bewegte zeigte sich ein Bild wie nach Silvester. Der Vorgarten, die Straße und das gesamte Amt waren über und über mit Klopapier und Papierteile bedeckt. Daraufhin verließen wir den Demonstrationszug und begannen aufzuräumen. Es klingt vielleicht für viele total bescheuert aber wir haben dies für nötig befunden. Dabei kam ich auch ins Gespräch mit einigen der Mitarbeiterinnen. Sie hatten richtig Angst bekommen als die Jugendlichen das Haus stürmten, wobei auch ein paar Sachen zu Bruch gingen. Ansonsten war die Stimmung ziemlich aufgeheizt. Keiner sprach mehr von Bildungspolitik oder überlastete Studenten sondern nur die Randale im Amt, war Gespräch. Zwar diskutierte einer der Mitveranstalter noch fleißig weiter mit einen der Beamten über ihre unterschiedlichen Vorstellung von Lehre und Bildung, während wir mit den Hausmeistern zusammen anfingen den Dreck zu beseitigen. So kann man sich auch Freunde machen. Was sollen die Leute denn bitte von uns halten wenn so etwas passiert. Was glaubt ihr denn welche Gespräche heute Abend zwischen den Leuten laufen wird? Was werden wohl die Themen sein? Das junge Menschen auf die Straße gegangen sind für mehr Bildung und Gerechtigkeit oder das sie ihr Arbeitsplatz verwüstet wurde? Hat überhaupt jemand mal nachgedacht was so eine Aktion bedeutet? Das die gesamte Demonstration dadurch ein schlechtes Licht bekommt und eventuell sogar sinnlos ist? Was glaubt ihr was eine Zeitung wie die Bild über eine Demo wie die obig beschrieben berichten wird? Über die tausenden Studenten die friedlich für mehr Bildung demonstrieren oder doch lieber über das gestürmte Haus mit den entsetzten Mitarbeitern? Was macht wohl mehr Eindruck und verkauft sich besser?
Alles in allen ist eine Demonstration schon eine tolle Sache, aber meiner Meinung nach nicht wirklich wirksam. Was wir brauchen ist eine intensivere Öffentlichkeitsarbeit, größere Demonstrationen und ein Aufrütteln aller Gesellschaftsschichten. Und vor allen müssen wir dafür sorgen das ein paar Spinner nicht die große Gruppe von Engagierten in ein negatives Licht setzten.
Einen Schönen Abend noch.
P.S.: Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten. Dafür sind keine Kommentare notwendig.
Jogurtbecher - 17. Jun, 22:22